Kater Zoe 7

Mein Futter hatte Frauchen immer schön weit oben hingestellt, dass Alvi nicht rankam. So wurde das wenigstens verschont. Wir sind keine guten Freunde geworden. Manchmal bedaure ich das ein bisschen, aber dass es so kommt, wie es kam, konnte ich ja damals nicht wissen.

Frauchen und Herrchen waren, glaube ich, ziemlich überfordert, weil immerzu das Geld knapp war. Er war oft tagelang weg und wenn er da war, gab es Streit. Das hat Frauchen zwei Jahre mitgemacht. Sie hat weiß Gott gebeten, gebettelt und gefleht, dass sich etwas ändert. Aber irgendwie war Herrchen dafür taub. Einmal habe ich gehört, wie sie gefragt hat, was er will und er hat gesagt, dass er nur seine Ruhe will. Da hat Frauchen ihm vorgeschlagen, dass er sich eine Wohnung sucht und sie mehr Abstand haben. Aber das wollte er nicht. Sie haben weiter gestritten. Alles habe ich nicht gehört. Nur, dass Herrchen sich geweigert hat Hilfe zu suchen. Irgendwann ist Frauchen mit meinen jüngeren Geschwistern ausgezogen.

Die neue Wohnung war zu klein. Darum durfte ich bei Frauchens Eltern einziehen. Ich war sehr beleidigt, wenn Frauchen zu Besuch kam, bin ich weg gerannt und habe mich gar nicht von ihr streicheln lassen.

Alvi wurde einfach von Herrchen weggegeben, trotzdem es anders ausgemacht war.. Das hat meinen Geschwistern sehr weh getan. Ich glaube sie sind heute noch nicht darüber hinweg und das ist inzwischen sechs Jahre her. Manchmal unterhalten sie sich darüber, wie schön es war und wie toll sie Alvi fanden.

Das weiß ich, weil ich wieder bei ihnen einzog, als ich nicht mehr nach Draußen wollte. Ich verstehe jetzt, dass Frauchen mich nur nicht einsperren wollte und den Ort kannte ich halt schon. Ich mag sie jetzt auch wieder ganz gern.

Herrchen ist später wieder zu ihnen in die Wohnung gezogen. Ich glaube es ist jetzt besser mit den Beiden.

Vor zwei Jahren war ich schon sehr müde und habe gar nicht mehr viel gemacht. Da habe ich noch eine kleine Schwester bekommen. Sie heißt Elu, die Anmutige. Und sie war ein kleines Katzenmädchen. Inzwischen macht sie ihrem Namen alle Ehre und spaziert sehr vornehm und elegant durch unsere Wohnung. Als Frauchen mit ihr ankam, war ich stinkwütend. Sie hat total fremd gerochen und ich habe wie verrückt gefaucht. Einmal bin ich so wild geworden, dass ich Frauchen ganz doll zerkratzt und mir an ihrer Hand einen Zahn ausgebissen habe. Was mich da geritten hat, das weiß ich heute nicht mehr. Aber Frauchen hat mich kurzerhand kalt geduscht. Das hat mich wieder zur Besinnung gebracht.

Kurze Zeit später habe ich festgestellt, dass es nicht nur Nachteile hat, dass Elu da ist. Ich hatte meine Ruhe, weil nicht alle mich streicheln wollten und sie bekam viel besseres Futter als ich. Das schmeckte wie früher. Sicher lag es daran, dass es Babyfutter war. Mhhhh. Lecker, sag‘ ich euch. Außerdem war sie ein prima Kumpel. Wie sind durch die Wohnung getobt und ich habe mich nochmal richtig jung gefühlt. Wenn es mir zu viel wurde musste ich nur kurz fauchen und sie hat sofort aufgehört. Inzwischen bin ich ganz froh, dass sie da ist.

Ich habe ihr auch schon einiges beigebracht zum Beispiel, wenn aus meiner Familie jemand krank ist, lege ich mich dazu und schnurre ganz doll. Das hilft uns beiden. Ich bleibe gesund und mein Mensch wird gesund. Das macht Elu jetzt auch und ich bin schon ein bisschen stolz darüber.

Kurz darauf sind wir in eine größere Wohnung gezogen. Da das von Anfang an unser gemeinsames Revier war, brauchte ich auch gar nicht mehr zickig sein. Von da an habe ich uns als gleichberechtigt betrachtet.

Vor zwei Jahren war ich schon sehr müde und habe gar nicht mehr viel gemacht. Da habe ich noch eine kleine Schwester bekommen. Sie heißt Elu, die Anmutige. Als Frauchen mit ihr ankam, war ich stinkwütend. Sie hat total fremd gerochen und ich habe wie verrückt gefaucht. Einmal bin ich so wild geworden, dass ich Frauchen ganz doll zerkratzt und mir an ihrer Hand einen Zahn ausgebissen habe. Was mich da geritten hat, das weiß ich heute nicht mehr. Aber Frauchen hat mich kurzerhand kalt geduscht. Das hat mich wieder zur Besinnung gebracht.

Kurze Zeit später habe ich festgestellt, dass es nicht nur Nachteile hat, dass Elu da ist. Ich hatte meine Ruhe, weil nicht alle mich streicheln wollten und sie bekam viel besseres Futter als ich. Das schmeckte wie früher. Sicher lag es daran, dass es Babyfutter war. Mhhhh, lecker, sag‘ ich euch. Außerdem war sie ein prima Kumpel. Wie sind durch die Wohnung getobt und ich habe mich nochmal richtig jung gefühlt. Wenn es mir zu viel wurde musste ich nur kurz fauchen und sie hat sofort aufgehört. Inzwischen bin ich ganz froh, dass sie da ist.

Ich habe ich auch schon einiges beigebracht zum Beispiel, wenn aus meiner Familie jemand krank ist, lege ich mich dazu und schnurre ganz doll. Das hilft uns beiden. Ich bleibe gesund und mein Mensch wird gesund. Das macht Elu jetzt auch und ich bin schon ein bisschen stolz darüber.

Außerdem finde ich es sehr drollig, Elu zu beobachten. An ihrem erstes Weihnachtsfest war sie völlig aus dem Häuschen über den Baum. Sie hat so sehr daran geschnüffelt, dass man sie für einen Hund hätte halten können. Dann ist sie drumherum getobt und konnte sich gar nicht satt riechen. Das macht sie jedes Jahr. Ich freue mich schon sehr darauf, das bald wieder zu sehen. Ein anderes Mal hat sie sich von meinen Geschwistern in einem Puppenwagen durch den Flur fahren lassen. Sie hat ganz ruhig da gelegen. Ich glaube sie fand es richtig toll. Morgens klettert sie die Sprossen der Hochbetten hoch um die Kinder zu wecken und am Abend sagt sie ihnen gute Nacht.

Ich kann mich auch noch erinnern, dass einmal ein großes Paket bei uns ankam. Es war mit einer Pflanze und Stroh gefüllt. Da hat die anmutige Elu völlig ihr damenhaftes Benehmen vergessen. Sie ist hinein gesprungen und hat sich durch das Stroh gewühlt und sich darin gewälzt, wie andere Katzen das nur bei Katzenminze tun. Das kam wohl daher, weil sie auf einem Bauernhof geboren ist. Ich habe nur vorsichtig daran gerochen, aber was das Theater sollte, konnte ich nicht verstehen.

Elu erbeutet auch unheimlich gern Tulpen, aus Blumenvasen, wenn alle schlafen. Dann bringt sie diese zu den Kindern in die Betten. Naja, sie frisst ja auch grünen Spargel und kann mit Fleischstücken nichts anfangen.

Wir haben natürlich auch einiges gemeinsam. Wir lieben Kartons. Davon können wir gar nicht genug bekommen. Wenn unsere Menschen uns mal nicht finden können, müssen sie eigentlich nur nachdem nächsten Karton schauen, da sind wir.

Vor acht Wochen waren Frauchen und Herrchen im Kino. Da habe ich mich verletzt. Als sie wieder kamen, bin ich ganz fürchterlich gehumpelt. Da haben wir dann wieder mal meinen Tierarzt besucht. Nur dass es jetzt eine Frau war. Aber anstatt mich zu röntgen hat sie an meiner Pfote gezogen und mir ein Schmerzmittel mitgegeben. Danach habe ich noch mehr gehumpelt. Frauchen war fuchsteufelswild, als sie das gesehen hat. Sie hat uns einen anderen Tierarzt gesucht.

Diese Tierärztin ist ganz lieb und hat mich gelobt, weil ich ganz still gehalten habe.

Auf dem Röntgenbild haben sie gesehen, dass mal jemand auf mich geschossen hatte, weil eine Hülse in meinem Unterkiefer steckte. Ich weiß nicht mehr wo mir das passiert ist. Aber, dass das kein guter Mensch war, daran kann ich mich erinnern. Frauchen machte es ganz traurig, dass jemand ohne Not versucht ein Tier zu töten.

Die Ärztin hat Frauchen dann auch die Röntgenbilder gezeigt. Wie es aussieht sind meine Knochen schon ein bisschen porös. Für einen siebzehnjährigen Kater bin ich aber noch gut dabei. Ich wäre jetzt etwa neunzig Menschenjahre alt. Jedenfalls habe ich mir entweder die Schulter verrenkt oder ausgekugelt. Das war nicht so gut zu sehen, weil sie meinen Arm nicht hoch strecken konnten, um das Bild zu machen.

Ich bekomme jetzt ein homöopathisches Mittel und ein Schmerzmittel und damit geht es mir wieder ganz gut. Während Frauchen meine Geschichte aufschreibt, liege ich unter ihrem Schreibtisch und träume vom Jagen unter dem Vollmond und vom Dösen im Sonnenschein.

Vielleicht schaffe ich es nicht ins Guinessbuch der Weltrekorde. Doch für eine Hauskatze bin ich schon sehr alt geworden und habe viel erlebt. Ich bin in meinem Leben sieben Mal umgezogen, habe viel gesehen und mein Leben genossen. Ich habe eine Katzenfreundin und sechs Menschenfreunde. Was kann ein Kater mehr vom Leben wollen. Ich denke, ich habe mir die richtige Familie ausgesucht.

So, das war meine Geschichte. Für einen Kater bin ich schon ganz schön herumgekommen, oder? Mein Frauchen gibt Euch auf den folgenden Seiten noch ein paar Tipps, dass ihr und euer Stubentiger glücklich zusammenleben, und er vielleicht noch älter wird als ich.

Ich wünsche euch viel Spaß mit miteinander,

Euer Zoe.

P.S. Heute habe ich mal ein Bild von Alvi für Euch:

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