Der Herbst

Der Herbst

– Diana Schlößin –

Es ist die Weiche, der Jahreszeiten,

läßt uns in sanften Winterschlaf gleiten.

Schleicht heran auf leisen Pfoten,

im Gepäck Vorwinterboten.

 

Dabei flüsterleise sacht

die Sonne uns ins Herze lacht.

Müde ist nun die Natur,

ein wenig ruhen will sie nur.

 

Herbst vernebelt uns die Stimmung,

hüllt uns ein in ersten Frost,

bringt uns wieder zur Besinnung,

nach dem sommerlichen Tjost.

 

Blätter segeln bunt herunter,

stürmen hie‘ und da herab,

niemand ist mehr richtig munter

an des Sommers Jahresgrab.

 

An sein nächstes Auferstehen keiner so recht glauben kann,

kommt doch nun mit großem Wehen dunkle Jahreszeit heran.

Trüber Tage schwere Herzen, dafür ist der Herbst gemacht,

Zeit zu ruhen und zu rasten, in sich gehen mit Bedacht.

Was man tat wird man bedenken, ist man nicht ein rechter Tor.

Auf bess’re Pfade rüberschwenken, nehme man sich ernstlich vor.

 

Mancher Tag ist goldenes Glühen,

lila-leises Erikablühen.

Selbst nun in Träumerei versunken,

Sommer zum Abschied schon gewunken,

sieht man Kinderleuchteaugen an,

wieviel Freude der Herbst bringen kann:

Drachensteigen, Laubgeraschel,

Früchte-, Pilz- und Traubennaschel.

Fülle all hier in dieser Zeit

im rot-orangen Herbsteskleid.

Rote Hörnchen sind in Eile,

’s ist bloß eine kleine Weile,

schnell noch letzte Eicheln sammeln,

bald beginnt das große Gammeln.

 

Nur ein Mensch, der nicht zu belehren,

wird weiter rennen, hasten, mehren.

Sei klüger du und lausche nur;

dem Bettegehen der Natur.

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