Bernie und Chet -ein Hundekrimi-

 

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Berni und Chet -Ein Hundekrimi-

ISBN: 978-3-7645-3070-9

Das Buch wurde mir von meinem Sohn empfohlen, er hat es gelesen, als er 13 Jahre alt war.

An diesem Wochenende habe ich es endlich geschafft es mir vorzunehmen:

Das erste Abenteuer von Privatdetektiv Bernie Little und seinem Hund Chet.

Inhalt:

„Bernie Little und sein Partner Chet sind die besten Privatdetektive der Stadt. Und das liegt vor allem an Chet, der immerhin beinahe mal ein Polizeihund geworden wäre. Zugegebenermaßen hat Chet all die typischen Schwächen eines Hundes: So verfügt er über einen unbezähmbaren Spieltrieb und ein äußerst lückenhaftes Erinnerungsvermögen. Doch das macht der smarte Vierbeiner mehr als wett mit seinem Jagdinstinkt und seiner untrüglichen Spürnase. Vor allem jedoch hat Chet ein großes, mutiges Herz, das ganz und gar für sein liebenswertes Herrchen Bernie schlägt – und für die hübsche Menschenfrau Suzie Sanchez, die nach Chets Ansicht das perfekte Weibchen für Bernie wäre. Aber was versteht ein Hund schon vom merkwürdigen Treiben der Menschen?“ ( Quelle: https://www.amazon.de/Bernie-Chet-Hundekrimi-Spencer-Quinn/dp/3764530707)

Eigentlich stehe ich überhaupt nicht auf Krimis, aber dieser hier ist anders, weil der Ich-Erzähler der Hund ist. Das führt zu herrlich komischen Situationen. Ich habe mehrfach laut gelacht darüber, wie Chet uns Menschen sieht. Die scheinbar banalsten Dinge haben eine Bedeutung und helfen Chet dabei Menschen einzuschätzen, zum Beispiel die Menge von Blut im Gesicht (rot / blass). Auch Geräusche und Gerüche werden wunderbar genau benannt, dafür weniger Farben und visuelle Beschreibungen. Es ist eine ganz andere Art, die Welt zu betrachten. Manchmal war ich leicht frustriert, wenn er einfach mitten in einem Gedankengang oder einer Befragung das Interesse an dem verlor, was die Menschen trieben, weil er zum Beispiel eine Hundedame hörte. Aber das zeigt nur, wie gut sich der Autor Spencer Quinn in Hunde hineinversetzen kann.

Natürlich gibt es auch einen spannenden Fall, gut erzählt und mit einigen Verwicklungen.

Eine Szene gefiel mir besonders:

‚[Bernie:] „Du hast Madison gesehen, stimmt’s, alter Junge? Du hast alles aufgedeckt,und ich habe es nicht mal mitbekommen.“

Ich wedelte mit dem Schwanz. was hätte ich sonst auch tun sollen? Aber hatte ich alles aufgedeckt, hatte ich den Fall gelöst? Nein, weil wir sie nicht hatten. Also hatte ich es vielleicht sogar vermasselt. Mein Schwanz hörte auf zu wedeln.

„Gute Arbeit, alter Junge“, sagte Bernie. „Ausgezeichnet. Aber was immer du mit diesem Vogel vorhast, vergiss es.“

Moment mal. Was sollte das denn jetzt wieder heißen? Na gut, die Entfernung zwischen mir und dem Vogelkäfig schien sich ein bisschen verringert zu haben; um genau zu sein, rückte er allmählich in Schlagweite, falls mir danach der Sinn gestanden hätte, während mir im Gegenteil nichts ferner lag, und das war die Wahrheit und nichts als die Wahrheit.

„Chet?“

Ich entfernte mich unauffällig von der Küchentheke, setzte mich mit dem Rücken zu Cap’n Crunch. Cynthia kam zurück[…]

In diesem Moment kapierte ich, das er absichtlich nichts von unserem Abenteuer auf dieser Bergstraße bei Sierra Verde sagte. Warum wohl? Keine Ahnung. Ich schob mich ein klitzkleines bisschen näher an Cap’n Crunch heran.‘ (Auszug Seite 276 bis 277)

Es war eine schöne und amüsante Zeit, die ich mit dem Lesen von Bernie und Chet verlebt habe.Ich kann es als kurzweilige Lektüre nur empfehlen.